{"id":3400,"date":"2020-02-27T09:33:22","date_gmt":"2020-02-27T08:33:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aids-hilfe.at\/?p=3400"},"modified":"2020-02-27T09:39:56","modified_gmt":"2020-02-27T08:39:56","slug":"diskriminierung-hiv-report-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aids-hilfe.at\/en\/2020\/02\/27\/diskriminierung-hiv-report-2019\/","title":{"rendered":"Diskriminierung &#038; HIV &#8211; Report 2019"},"content":{"rendered":"<h2>Presseaussendung zum Zero Discrimination Day am 1. M\u00e4rz 2020<\/h2>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Im allt\u00e4glichen zwischenmenschlichen Kontakt kann HIV sowieso nicht \u00fcbertragen werden. Mittlerweile kann die Therapie eine HIV-Infektion zwar nicht heilen, aber unter optimalen Umst\u00e4nden die Anzahl der Viren so weit senken, dass sie nicht mehr nachweisbar sind und auch beim Sex nicht mehr \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen. Der Slogan U = U (untedectable equals untransmittable) auf Deutsch \u201enicht nachweisbar = nicht \u00fcbertragbar\u201c soll diese Botschaft vermitteln.<\/strong><\/p>\n<p>Diese Botschaft ist ein Teil einer Strategie zur Beendigung von HIV, denn noch immer erhalten in \u00d6sterreich 1 bis 2 Menschen t\u00e4glich die Diagnose HIV-positiv. Im Jahr 2019 wurden laut dem Zentrum f\u00fcr Virologie der Medizinischen Universit\u00e4t Wien 430 Neudiagnosen gestellt, 48 davon in der Steiermark.<\/p>\n<p>Je fr\u00fcher eine Diagnose gestellt wird, desto besser, denn zu Beginn einer HIV-Infektion steigt die Viruslast sehr stark und bringt ein hohes \u00dcbertragungsrisiko mit sich. Ca. die H\u00e4lfte der \u00dcbertragungen geschieht durch Menschen, die sich erst k\u00fcrzlich infiziert haben. Mit einer fr\u00fchen Diagnose ist auch fr\u00fcher Therapiebeginn m\u00f6glich. Das verspricht einerseits eine normale Lebenserwartung und hohe Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr die Betroffenen und andererseits kann die Virusmenge so stark unterdr\u00fcckt werden, dass eine Verbreitung des Virus verhindert werden kann (U=U).<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich werden jedoch noch etwa 42% der Diagnosen erst in einem fortgeschrittenen Stadium gestellt (CD4-Zahl unter 350\/ mm<sup>3 <\/sup>Blut bzw. Symptome einer AIDS-definierenden Erkrankung innnerhalb von 3 Monaten nach der Diagnose). Vor allem \u00e4ltere Menschen (&gt; 50 Jahre) und Personen mit heterosexuellem \u00dcbertragungsrisiko laufen Gefahr einer sp\u00e4ten Diagnose.<\/p>\n<p>UNAIDS hat sich das Ziel gesetzt, dass 2030 niemand mehr an AIDS erkrankt. Einen Meilenstein auf diesem Weg bilden die sog. \u201e90 \u2013 90 \u2013 90 \u2013 0\u201c Ziele von UNAIDS bis 2020. 90 % aller Menschen mit HIV sind diagnostiziert, davon erhalten 90 % eine antiretrovirale Therapie und davon haben 90 % eine Viruslast unter der Nachweisgrenze, sodass sie HIV nicht mehr \u00fcbertragen k\u00f6nnen. Die NULL steht f\u00fcr null Diskriminierung von Menschen mit HIV.<\/p>\n<p>Die ersten beiden Ziele d\u00fcrfte \u00d6sterreich bereits erreicht haben, aber dass wir von NULL Diskriminierung noch weit entfernt sind, zeigt der Diskriminierungsreport der AIDS-Hilfen \u00d6sterreichs 2019. Die H\u00e4lfte der gemeldeten Diskriminierungen kommt aus dem Gesundheitswesen.<\/p>\n<p>Daher darf das Thema HIV nicht aus den K\u00f6pfen der Menschen verschwinden<\/p>\n<p>Die AIDS-Hilfe Steiermark hat diesbez\u00fcglich im Jahr 2019 \u00fcber 20.000 Personen durch Pr\u00e4ventionst\u00e4tigkeiten erreicht, mehr als 2000 HIV-Tests durchgef\u00fchrt und 300 Menschen mit HIV psychosozial und finanziell unterst\u00fctzt und wird ihren Einsatz im Jahr 2020 weiterf\u00fchren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aids-hilfe.at\/publikationen__trashed\/\">Diskriminierung &amp; HIV, zum Report 2019<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presseaussendung zum Zero Discrimination Day am 1. 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